materialbewirtschaftung.jpg

Der Wasserbauverband Alte Aare folgt bei der Materialbewirtschaftung einem klaren Konzept: Lokal ausgehobenes Erdmaterial wird auch lokal wiederverwendet. Aus diesem Grund beginnen die Bauarbeiten im Schwadernaugrien gleichzeitig mit jenen im Baulos Busswil-Worben. Im Schwadernaugrien wird ein Seitenarm des früheren Aarelaufs wieder durchgängig gemacht. Dies bedingt Aushubarbeiten, bei denen viel Erdmaterial anfällt. Im Gebiet Busswil-Worben hingegen wird Material benötigt, um Dämme zu erhöhen, zu sanieren und neu zu bauen. Also wird das ausgehobene Material aus dem Seitenarm für die Dämme im Gebiet Busswil–Worben eingesetzt. Dammbaumaterialien müssen klare Bedingungen erfüllen. Der Boden, der aus dem Seitenarm ausgehoben wird, tut dies nur bedingt. Er muss teilweise neu zusammengemischt werden. Das geschieht auf dem Materialbewirtschaftungsplatz entlang der Scheurenstrasse, wo auch die Container der Bauleitung stehen. Dieser sogenannte Installationsplatz wird in etwa die Grösse von drei Fussballfeldern aufweisen.

Belastung durch Baustellenverkehr
Dank des durchdachten Konzepts werden die Transportwege kurz gehalten. Dennoch hat der Baustellenverkehr Auswirkungen auf die Anwohnenden der umliegenden Dörfer. Rund 50 000 m3 Material wird schlussendlich von einem Baulos zum anderen transportiert. Das entspricht etwa 5000 Lastwagenfahrten, verteilt auf eine Bauzeit von zwei Jahren.
Diese Mehrbelastung durch den Lastwagenverkehr wird auf mehreren Strecken spürbar sein – auf den öffentlichen Strassen aber auch auf einzelnen Gemeindestrassen in Quartieren. Um den Mehrverkehr zu reduzieren, darf der Baustellenverkehr auch landwirtschaftliche Wege benutzen, die für den öffentlichen Verkehr gesperrt sind.
Trotzdem ist es unvermeidlich, dass Gemeindestrassen in einzelnen Quartieren von Dotzigen, Busswil, Studen und Lyss mehr Lastwagenverkehr verzeichnen werden.

Emissionsbegrenzung
Zu den Aufgaben der Bauunternehmung und der Bauleitung gehört es, die Emissionen zu begrenzen und für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu sorgen. Konkret heisst das, dass die Lastwagen den schweizerischen Emissionsnormen entsprechen und die Zufahrtswege gut signalisiert sind. Die Strassen werden periodisch gereinigt und die Flurwege bei Trockenheit gewässert, um die Staubbildung zu minimieren. Bei ganz intensiven Bauphasen kann es nötig werden, Verkehrsdienste aufzubieten, um Strassen abzusichern und zu überwachen.

Verkehrsbehinderungen
Während den Bauarbeiten bleiben die Strassen immer befahrbar. Da nicht an den Strassen selbst gebaut wird, sind auch keine Sperrungen nötig. Die einzige Einschränkung für den Verkehr ergibt sich im Sommer/Herbst 2016 an der Durchgangsstrasse Dotzigen-Scheuren. Um das neue Seitengerinne der Alten Aare unter der Scheurenstrasse durchzuführen, wird der Verkehr in dieser Zeit einspurig geführt.
Wander-, Velo- und Uferwege bleiben auch während der Bauphase grundsätzlich öffentlich zugänglich und passierbar. Kurzfristige Beeinträchtigungen werden signalisiert und die Besucher umgeleitet.