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Wer ist Bauherr?
Die Bauherrschaft für das Projekt «Hochwasserschutz und Revitalisierung Alte Aare» ist der Wasserbauverband Alte Aare. Er setzt sich aus Vertretern der zehn Gemeinden entlang der Alten Aare zusammen. Präsident ist Hermann Käser (Büren a. Aare).
Mit Unterstützung von externen Planern leitet ein Projektausschuss die Umsetzung des Gesamtprojektes.
Weiter begleitet eine Fachgruppe das Gesamtprojekt. Sie setzt sich aus Vertretern verschiedener kantonaler Fachstellen sowie dem Bundesamt für Umwelt zusammen.

Projektorganisation Alte Aare (PDF)

Wie werden die Massnahmen umgesetzt?
Wasserbauliche Massnahmen: Die Hochwassersicherheit wird mit der Schaffung von Überflutungsflächen, der Reaktivierung des Aare-Altarms Schwadernaugrien und mit Damm- und Schutzmauerbauten verbessert.
Mit der Verstärkung bestehender Dämme und dem Bau zusätzlicher Schutzdammbauten werden Überflutungsflächen geschaffen. Sie dienen dem Rückhalt von Hochwasser bei einem Jahrhundertereignis. Bei der sogenannten fliessenden Retention wird Landwirtschaftsland bewusst als Überflutungsfläche genutzt, bevor das Wasser wieder gezielt Richtung bestehender Wasserläufe fliesst. Mit der Reaktivierung des Altarms Schwadernaugrien wird zusätzliche Abflusskapazität geschaffen.
Revitalisierung: Die Massnahmen zur ökologischen Aufwertung der Alten Aare sind nicht auf einzelne Arten, sondern auf gesamte Lebensräume abgestimmt. Diese sollen einen hohen Anteil an charakteristischen Arten und eine möglichst grosse Artenvielfalt aufweisen. Dadurch entstehen auch geeignete Bedingungen für die Wiederansiedlung seltener und gefährdeter Arten.

Ziellebensräume der Alten Aare sind:

Strukturreiche Fliessgewässer

Stehende Gewässer

Bruch- und Weichholzauenwälder

Wärmeliebende Föhrenwälder

Feuchtwiesen und Flachmoore

Pionierstandorte und Halbtrockenrasen

Übergangsbereiche und Strukturen
(Waldränder, Krautsäume, Hochstaudenfluren, Altholz)

Wie viel kostet das Projekt?
Die Realisierung des Projektes kostet rund 22 Millionen Franken. Der Bund und der Kanton Bern übernehmen den Hauptteil der Kosten.
Durch die Realisierung der Massnahmen Hochwasserschutz Lyss und Hochwasserschutz Alte Aare kann das Risiko von Hochwasserschäden um etwa 98% reduziert werden. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis liegt bei 3.61. Das heisst, pro investiertem Franken kann das finanzielle Risiko um 3.61 Franken reduziert werden.